
Der CSU-Politiker sagte im ZDF, es gebe dort noch immer ein erhebliches Aufkommen, und man halte an den Zurückweisungen fest. Dobrindt betonte zugleich, wenn im Zuge des neuen europäischen Asylsystems GEAS auch der Schutz der EU-Außengrenzen funktioniere, könnten die Kontrollen an den deutschen Grenzen schrittweise entfallen.
Die seit heute geltenden Neuregelungen sollen unter anderem das unberechtigte Weiterziehen von Asylbewerbern innerhalb der EU verhindern, die sogenannte Sekundärmigration. So sollen etwa Verfahren an den Außengrenzen schnelle Entscheidungen und konsequente Abschiebungen ermöglichen. Kritik kommt unter anderem von Kirchen und Menschenrechtlern. Das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" erklärte, der neue EU-Asyl- und Migrationspakt sei "ein Pakt gegen Geflüchtete".
Diese Nachricht wurde am 12.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
