Die Haut eines 30-Jährigen klingt weich und zart: Hassan Zahouani vom Labor für Tribologie und Dynamik der Systeme in Lyon hat den Sound aufgenommen:
Die Haut eines 70-Jährigen hingegen ertönt rau und kratzig:
Was bisher das Gehirn registriert und analysiert, macht die tribo-akustische Sonde aus Lyon hörbar: den charakteristischen Klang einer jeden Haut, ihre so genannte akustische Unterschrift.
"Je nach Art der Reibung entstehen unterschiedliche Oberflächen-Strukturen-Schallwellen hervorgerufen, die jeweils Typen der Reibung charakterisieren. Die Vibrationen entstehen auf zweierlei Weise. Entweder löst sich die Energie der Reibung beim Kontakt mit einer sanften Oberfläche auf. Oder es kommt zum Schock, wenn zwei harte Gegenstände trocken aufeinanderprallen","
so beschreibt Projektleiter Hassan Zahouani das Prinzip der tribo-akustischen Sonde. Bezogen auf die Haut gilt: bei einer zarten Haut liegen die Hautfurchen dicht an dicht und sind nicht sehr tief, die Reibungsenergie wird sanft aufgelöst. Bei einer trockenen Haut hingegen sind die Falten viel mehr ausgeprägt, jede Reibung erzeugt einen Schock. Was bislang nur subjektiv erfassbar war, lässt sich nun dank Zahouanis Sonde physikalisch messen, quantifizieren. Wie ein Mikrophon sieht das Gerät aus. Die hohle Membran mit einem Durchmesser von vier Zentimetern ist aus einem Material gefertigt, das Schallwellen bestens leitet. Im Inneren befindet sich ein hochsensibler Empfänger. Zwei Messgeräte im Schaft kontrollieren Neigungswinkel und Druck, mit der die Sonde über die Haut geführt wird. Einem Echolot, einem Sonar ähnlich entsteht ein Relief der Hautoberfläche. Ein angeschlossener Rechner verarbeitet all die gesammelten Daten und analysiert sie. Die im Programm gespeicherten Standards setzen Eckdaten: als Inbegriff der Zartheit gilt bislang Babyhaut, das andere Extrem ist Greisenhaut. Zahouani:
""Die größte Herausforderung bedeutete für uns die Breite des Frequenzbands, das wir abdecken müssen. Die mechanisch-rezeptiven Nervenenden in den Fingerkuppen nehmen Niedrigfrequenzen von 100 bis 600 Hertz auf. Andere Objekte jedoch wie Haare, Textilien oder Plastikoberflächen, erzeugen Schwingungen in höheren Frequenzbereichen. Die meiste Arbeit hatten wir damit, einen Schallverstärker mit einem breit angelegten Frequenzband zu finden, der ausreichend sensibel ist, alle möglichen Vibrationen zu übermitteln."
Zehn Jahre Entwicklungsarbeit stecken in der tribo-akustischen Sonde, die nun weltweit patentiert wurde. Das Gerät dient der Kosmetikindustrie, der Wirkung von Hautcremes oder auch von Shampoos objektiv auf den Grund zu gehen, die Hersteller von Toilettenpapier testen ebenso die vielbeworbene Zartheit ihrer Produkte wie auch die Waschmittelindustrie ihre Weichspüler. Hassan Zahouani glaubt, dass es für den heutigen Konsumenten wichtig ist zu wissen, wie sich ein Objekt richtig anfühlt. Die Entwickler in Lyon denken an weitere Anwendungen. Zahouani:
"Wir planen eine künstliche Haut, die dieselben Funktionen hat wie ein menschlicher Finger. Damit könnten wir beispielsweise einen Roboter ausstatten, damit er beim Berühren einer Oberfläche dieselben Wahrnehmungen hat wie ein Mensch."
Die Haut eines 70-Jährigen hingegen ertönt rau und kratzig:
Was bisher das Gehirn registriert und analysiert, macht die tribo-akustische Sonde aus Lyon hörbar: den charakteristischen Klang einer jeden Haut, ihre so genannte akustische Unterschrift.
"Je nach Art der Reibung entstehen unterschiedliche Oberflächen-Strukturen-Schallwellen hervorgerufen, die jeweils Typen der Reibung charakterisieren. Die Vibrationen entstehen auf zweierlei Weise. Entweder löst sich die Energie der Reibung beim Kontakt mit einer sanften Oberfläche auf. Oder es kommt zum Schock, wenn zwei harte Gegenstände trocken aufeinanderprallen","
so beschreibt Projektleiter Hassan Zahouani das Prinzip der tribo-akustischen Sonde. Bezogen auf die Haut gilt: bei einer zarten Haut liegen die Hautfurchen dicht an dicht und sind nicht sehr tief, die Reibungsenergie wird sanft aufgelöst. Bei einer trockenen Haut hingegen sind die Falten viel mehr ausgeprägt, jede Reibung erzeugt einen Schock. Was bislang nur subjektiv erfassbar war, lässt sich nun dank Zahouanis Sonde physikalisch messen, quantifizieren. Wie ein Mikrophon sieht das Gerät aus. Die hohle Membran mit einem Durchmesser von vier Zentimetern ist aus einem Material gefertigt, das Schallwellen bestens leitet. Im Inneren befindet sich ein hochsensibler Empfänger. Zwei Messgeräte im Schaft kontrollieren Neigungswinkel und Druck, mit der die Sonde über die Haut geführt wird. Einem Echolot, einem Sonar ähnlich entsteht ein Relief der Hautoberfläche. Ein angeschlossener Rechner verarbeitet all die gesammelten Daten und analysiert sie. Die im Programm gespeicherten Standards setzen Eckdaten: als Inbegriff der Zartheit gilt bislang Babyhaut, das andere Extrem ist Greisenhaut. Zahouani:
""Die größte Herausforderung bedeutete für uns die Breite des Frequenzbands, das wir abdecken müssen. Die mechanisch-rezeptiven Nervenenden in den Fingerkuppen nehmen Niedrigfrequenzen von 100 bis 600 Hertz auf. Andere Objekte jedoch wie Haare, Textilien oder Plastikoberflächen, erzeugen Schwingungen in höheren Frequenzbereichen. Die meiste Arbeit hatten wir damit, einen Schallverstärker mit einem breit angelegten Frequenzband zu finden, der ausreichend sensibel ist, alle möglichen Vibrationen zu übermitteln."
Zehn Jahre Entwicklungsarbeit stecken in der tribo-akustischen Sonde, die nun weltweit patentiert wurde. Das Gerät dient der Kosmetikindustrie, der Wirkung von Hautcremes oder auch von Shampoos objektiv auf den Grund zu gehen, die Hersteller von Toilettenpapier testen ebenso die vielbeworbene Zartheit ihrer Produkte wie auch die Waschmittelindustrie ihre Weichspüler. Hassan Zahouani glaubt, dass es für den heutigen Konsumenten wichtig ist zu wissen, wie sich ein Objekt richtig anfühlt. Die Entwickler in Lyon denken an weitere Anwendungen. Zahouani:
"Wir planen eine künstliche Haut, die dieselben Funktionen hat wie ein menschlicher Finger. Damit könnten wir beispielsweise einen Roboter ausstatten, damit er beim Berühren einer Oberfläche dieselben Wahrnehmungen hat wie ein Mensch."