New York
Generaldebatte der UNO-Vollversammlung beginnt

In New York beginnt heute die 78. Generaldebatte der UNO-Vollversammlung. Am ersten Tag des einwöchigen Treffens der Staatengemeinschaft werden unter anderen US-Präsident Biden, der ukrainische Staatschef Selenskyj und Bundeskanzler Scholz Reden halten.

19.09.2023
    Die Generalversammlung der UNO in New York, aufgenommen am 07.06.2012
    Die Generalversammlung der UNO in New York (afp / Timothy A. Clary)
    Selenskyj war im vergangenen Jahr angesichts des russischen Angriffskriegs gegen sein Land in der UNO-Vollversammlung nur per Video zugeschaltet. Er wird sich nun vor Ort an die Vertreter der 193 Mitgliedstaaten wenden. Von Selenskyjs 15-minütiger Ansprache wird erwartet, dass er für Unterstützung im Krieg gegen Russland, seine Bedingungen für Frieden und die Vorstellungen Kiews für ein Kriegsverbrechertribunal wirbt.

    Ukraine-Krieg im Mittelpunkt der Generaldebatte

    Insgesamt sollen rund eine Woche lang mehr als 140 Staats- und Regierungschefs Reden halten. Der Ukraine-Krieg dürfte eines der wichtigsten Themen der Generaldebatte werden. Im Vorfeld verlangte Bundesaußenministerin Baerbock ein starkes Zeichen der Völkergemeinschaft gegen Russlands Präsidenten Putin. Gerade in diesen Zeiten, wo der russische Präsident nicht nur die europäische Friedensordnung attackiere, sondern die Charta der Vereinten Nationen, könne es in den Vereinten Nationen kein "business as usual" geben, sagte die Grünen-Politikerin vor einem Treffen mit ihren EU-Kolleginnen und -Kollegen in New York.

    UNO will Entwicklungsziele stärker verfolgen

    Gestern hatten sich die Staaten der Vereinten Nationen erneut zu den vor acht Jahren vereinbarten Nachhaltigkeitszielen bekannt und vereinbart, deren Umsetzung voranzutreiben. Dazu zählen etwa die Bekämpfung von Armut und Hunger. Außerdem sollen die Bildungschancen verbessert und mehr für den Klimaschutz getan werden. Einem UNO-Zwischenbericht zufolge sind die Mitgliedstaaten bei lediglich 15 Prozent der Ziele auf dem richtigen Weg. Bei mehr als 30 Prozent gibt es demnach keine Veränderung oder sogar Rückschritte.
    Diese Nachricht wurde am 19.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.