Europarat
Generalsekretär Berset: Todesstrafe für Terroristen in Israel ist "zivilisatorischer Rückschritt"

Der Generalsekretär des Europarats, Berset, hat die Ausweitung der Todesstrafe in Israel als zivilisatorischen Rückschritt kritisiert.

    Der Generalsekretär des Europarats, Alain Berset
    Der Generalsekretär des Europarats, Alain Berset (Anthony Anex / KEYSTONE / dpa / Anthony Anex)
    Die Todesstrafe sei in einem Rechtsstaat inakzeptabel, erklärte Berset. Das israelische Parlament, die Knesset, hat seit 1957 einen Beobachterstatus beim Europarat.
    Das gestern gebilligte Gesetz soll für Palästinenser gelten, die Israelis aus terroristischen Motiven getötet haben - nicht aber für israelische Staatsbürger. Bürgerrechtler werten das Vorhaben als rassistisch und haben Klage vor dem obersten israelischen Gericht eingereicht. Die Knesset habe keinerlei Befugnis, Gesetze für das besetzte Westjordanland zu erlassen, hieß es weiter zur Begründung.
    Dort müssen künftig verurteilte Palästinenser mit der Todesstrafe rechnen, wenn sie vom zuständigen Militärgericht wegen vorsätzlicher und als "Terrortat" eingestufter tödlicher Anschläge schuldig befunden wurden.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.