Große Beteiligung
Generalstreik: Palästinenser protestieren gegen Israels Todesstrafgesetz

Im Westjordanland hat ein Generalstreik als Protest gegen das neue israelische Gesetz zur Todesstrafe das öffentliche Leben beeinträchtigt.

    Zwei menschenleere Straßenzüge in Hebron im Westjordanland
    Im Westjordanland, hier in Hebron, legt ein Generalstreik gegen die von Israel beschlossene Todesstrafe das öffentliche Leben lahm. (picture alliance / Xinhua News Agency / Mamoun Wazwaz)
    Zu dem Ausstand aufgerufen hatte die Fatah-Organisation von Palästinenser-Präsident Abbas. Betroffen war auch Ost-Jerusalem. Laut Augenzeugen fiel die Beteiligung umfassend aus. Zudem hatten die Organisatoren dazu aufgerufen, Zusammenstöße mit israelischen Soldaten an Kontrollpunkten zu vermeiden. Am Montag hatte Israels Parlament das umstrittene Gesetz mit knapper Mehrheit gebilligt. Das Gesetz sieht Exekutionen für Palästinenser vor, die Israelis aus terroristischen Motiven töten - nicht aber für Israelis, die Palästinenser töten.
    Vor israelischen Militärgerichten in den palästinensischen Gebieten ist eine Hinrichtung in solchen Fällen sogar zwingend vorgesehen.
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.