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StartseiteCorsoVor allem: Sternenkrieger14.05.2019

George Lucas wird 75Vor allem: Sternenkrieger

George Lucas schuf "Star Wars" und die "Indiana Jones"-Figur, die sein Kumpel Steven Spielberg dann im Kino zur Kultfigur machte. "Star Wars" macht Lucas zu einem der reichsten Leute der Welt, und die Filme um Luke Skywalker und Darth Vader wurden zu den finanziell erfolgreichsten der Filmgeschichte.

Von Hartwig Tegeler

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US-Filmlegende George Lucas mit der Figur des "Storm Trooper" bei der Premiere des Films "Star Wars - Return of the Sith" 2005 in London, Britain. (picture alliance / dpa / Richard Lewis)
US-Filmlegende George Lucas mit der Figur des "Storm Trooper" bei der Premiere des Films "Star Wars - Return of the Sith" 2005 in London, Britain. (picture alliance / dpa / Richard Lewis)
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Es geht, so wie es sich gehört, weil, weniger ist nicht, um den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Auch wenn diese Geschehen hier ...

"Schatz!"

… nicht in einer fernen Galaxis spielt.

"Kannst du mal R2D aus dem Gartenhäuschen holen?"

Wieso eigentlich Gartenhaus? Nun ja, es geht eben um Popkultur, und der R2D2 klingt nicht so ...

"R2D2"

... dieser R2D2, unser gerade neu erworbener Akku-Staubsauger - in Personalunion filmhistorische Verbeugung - klingt so: Staubsauger

Im Filmgeschäft, weil er Filme liebte

Eine zentrale Figur aus der "Star Wars"-Saga nämlich war ein piepsendes Etwas, R2D2 eben, dieser geniale kleine Computer, der Luke Skywalker immer im richtigen Moment die lebensrettenden Navigationsdaten gab. Tatsächlich nach einem Staubsauger entworfen. Liebenswert. Apropos Liebe: George Lucas wollte immer Filme machen...

George Lucas: "Simply make films that people like."

... die die Leute mögen, die sie unterhalten…

"That entertain them."

Deswegen, sagte er später, war er im Filmgeschäft: Weil er Filme liebte.

"And that why we were in the business. We liked the movies."

Ob der gebürtige Kalifornier, der vorher "THX 1138" - eine grandiose düstere Science-Fiction-Parabel - oder das subtile Jugenddrama "American Graffiti" drehte, mit "Star Wars" 1977 die Popkultur erfand, mag dahin gestellt sein, aber das Popcorn-Blockbuster-Kino nahm hier seinen Anfang inklusive erster digitaler Effekte und pompösem wie brillantem THX-Kinosound.

Sowie dem Merchandising!

Die Figuren wie Luke Skywalker oder Han Solo oder – ja, eben – R2D2 begeisterten Kinogänger aller Altersklassen, und die wollten mit den knuffigen Typen eben auch in der fernen Galaxie ihres Zuhauses Laserschwert-Duelle führen. 2005 schätze das Forbes Magazine die durch Star-Wars-Merchandising über 28 Jahre erwirtschafteten Einnahmen auf ungefähr 20 Milliarden US-Dollar.

George Lucas lächelt in die Kamera (dpa)George Lucas wird 75 (dpa)

Ursprünglich hatte George Lucas "Star Wars" auf einen Film konzipiert, aber nach dem Erfolg von "Krieg der Sterne" von 1977 folgten "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter".

Albernes bis spannendes, detailverliebtes bis phantasievolles Popcorn-Kino mit mythologischem Unterstrom, das die Heldenreise des Luke Skywalker erzählte, der wie einst Odysseus oder Parzival das Böse besiegte. In Gestalt des eigenen Vaters Darth Vader.

"Die Macht ist stark in meiner Familie."

Im Kern geht es in dieser Sternen-Saga um Familienprobleme, meinte Lucas später einmal:

"And it's all about family problems. It´s not about spaceships."

… es geht nicht um Raumschiffe.

Seelenlose Computerbild-Orgie

Damit wollte Filmemacher Lucas es dann belassen, um Mitte der 90er Jahre eine neue Trilogie anzukündigen, die zur seelenlosen Computerbild-Orgie in drei Teilen wurde. Und das war nur der Anfang der Ausweitung des Universums mit neuen Trilogien, Spin-Offs und und und. 

George Lucas allerdings stieg 2012 selber aus. Er verkaufte die "Star Wars"-Rechte für vier Milliarden Dollar an Disney. Der Filmemacher, der heute 75 Jahre alt wird, produziert nun Experimentalfilme. Für sich! George Lucas verfolgt also immer noch seinen Traum, die Filme zu machen, die er sehen will. Weil ihn nie interessiert hat, sagt er in der Rückschau, ob das, was er machte, ein Hit werden würde oder nicht...

"I didn´t care whether it was a hit oder not a hit."

... er habe den Film um den Filmes willen gemacht.

"I wanted to make this movie as a movie."

Andere Aficionados mögen bei sinkenden Temperaturen im "Game of Thrones"-Serien-Ton raunen: "Winter is coming!" Ich aber, wenn ich in den Baumarkt gehe – es gibt da einige, ich weiß: Hornbach, Hagebau, klar - "Schatz, wir brauchen noch Spax  -Schrauben."

Ich gehe nicht einfach nur zu Obi:

"Fährst Du zu Obin-Wan ..."

... Kenobi. Kenobi. Verstehen Sie?! Der edle Jedi-Ritter.

"Die Macht wird mit Dir sein, immer" - Danke, Obi-Wan Kenobi!

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