
An der Abstimmung nahmen nur Abgeordnete der Regierungspartei Georgischer Traum teil, da die Opposition die Plenarsitzungen boykottiert. Kobachidse kündigte nach seiner Wahl an, einen möglichen Beitritt Georgiens zur Europäischen Union bis 2028 nicht weiter voranzutreiben. Zugleich wolle man jedoch die notwendigen Reformen fortsetzen, um das Land auf einen Beitritt im Jahr 2030 vorzubereiten.
Anhänger der pro-europäischen Opposition protestierten erneut vor dem Parlamentsgebäude in Tiflis sowie an anderen Orten des Landes. In der westlichen Stadt Kutaissi wurden laut Berichten mehrere Demonstranten festgenommen.
Die EU hatte den Beitrittsprozess im Sommer ausgesetzt, nachdem die georgische Regierung die Rechte von zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie sexuellen Minderheiten eingeschränkt hatte. Das Europaparlament verabschiedete am Nachmittag eine Resolution, in der das Wahlergebnis vom Oktober wegen „erheblicher Unregelmäßigkeiten“ abgelehnt und zu Neuwahlen aufgerufen wird.
Diese Nachricht wurde am 28.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.