Berlin
Geplantes Denkmal für polnische Opfer des Zweiten Weltkriegs - Bund startet Gestaltungswettbewerb

In Berlin soll ein Gedenkort für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und der deutschen Besatzung von 1939 bis 1945 entstehen. Der Bund hat nun einen internationalen Gestaltungswettbewerb gestartet.

    Ein Kreuz steht vor einem großen Stein. Davor ist eine Tafel im Boden eingelassen mit einer Inschrift.
    Die provisorische Gedenkstätte für die polnischen Opfer des Nationalsozialismus in der Heinrich von Gagern Strasse in Berlin. (picture alliance / ZB / Sascha Steinach)
    Kulturstaatsminister Weimer sagte dem Deutschlandfunk, die Jury werde bis zum Jahresende entscheiden. Man wolle bereits im nächsten Jahr bauen. Für den Wettbewerb und die anschließende Realisierung stellt der Bund insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung. Weimer sprach mit Blick auf das geplante Denkmal von einem der "bedeutsamsten erinnerungspolitischen Projekte Deutschlands".
    Der Ort des Gedenkens an die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen in Polen soll im Zentrum Berlins auf dem Gelände der früheren Kroll-Oper entstehen. Geplant ist zudem an einem anderen Ort ein Haus der Begegnung und Information.
    Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.