
Die Denkmalschutzorganisation "National Trust for Historic Preservation" wirft Trump vor, seine Befugnisse überschritten zu haben, als er den historischen Ostflügel abreißen ließ und den Neubau ohne Zustimmung des Kongresses begann. Das Justizministerium hatte dem Präsidenten Rückendeckung gegeben und den Bau als zulässige Modernisierung deklariert. Die Kläger argumentieren dagegen, weder der Präsident noch die für das Gelände zuständige Nationalparkverwaltung hätten die Befugnis, ohne ausdrückliche Zustimmung des Parlaments ein historisches Gebäude abzureißen oder eine derart große neue Anlage zu errichten.
Der Ostflügel war ursprünglich 1902 erbaut und während der Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt erweitert worden. Bei einer Anhörung am 17. März hatte der Richter, der den Umbau nun stoppte, das Gelände des Weißen Hauses als besonderen Ort und Wahrzeichen der Nation bezeichnet.
Trump betrachtet den geplanten Festsaal als prägendes Element seiner Präsidentschaft. Die US-Regierung argumentiert, der Neubau werde die Infrastruktur modernisieren, die Sicherheit erhöhen und das Weiße Haus entlasten, das für große Veranstaltungen oft auf provisorische Zelte angewiesen sei. Finanziert wird das Projekt nach Angaben von Regierungsvertretern vollständig von privaten Spendern.
Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
