Streaming-Dienst
Gericht in Rom: Netflix muss italienischen Kunden Preiserhöhungen erstatten

Ein Gericht in Rom hat die Preiserhöhungen von ‌Netflix für ⁠die italienischen Abonnenten ⁠in den vergangenen sieben Jahren für unrechtmäßig erklärt. Der US-Konzern wurde verurteilt, zu viel bezahltes Geld zurückzuerstatten. Dies teilte die Verbraucherschutzorganisation "Movimento Consumatori" mit, die gegen Netflix Italia geklagt hatte.

    Abgebildet ist das Netflix-Logo in einem Symbolbild der Nachrichtenagentur Imago, im Hintergrund ist das Angebot des US-Streamingdienstes zu sehen.
    Netflix-Logo (Archivbild) (IMAGO / SOPA Images / Algi Febri Sugita)
    Wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, urteilte das Gericht, ​dass die Vertragsklauseln zwischen 2017 und Januar 2024 unzulässig gewesen seien, da sie Preisänderungen ohne triftigen ​Grund erlaubt hätten. Den Anwälten der Verbraucherschützer ‌zufolge haben Kunden des Premium-Abos, die den Dienst seit 2017 durchgehend nutzen, Anspruch auf eine Rückerstattung von etwa 500 Euro. Bei Standard-Abonnenten seien es rund 250 Euro. Netflix ‌zählte in Italien ‌im Jahr 2025 rund 5,4 Millionen ​Abonnenten.
    Der Streaming-Anbieter kündigte an, gegen ⁠die ⁠Entscheidung in Berufung ⁠zu gehen. Man nehme die Verbraucherrechte ⁠sehr ernst und sei der ⁠Ansicht, dass die ‌Bedingungen stets den italienischen Gesetzen entsprochen hätten.
    Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.