"Phala-Phala"-Skandal
Gericht in Südafrika fordert Überprüfung von Präsidenten-Amtsenthebung

In Südafrika hat das Verfassungsgericht den Weg für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Ramaphosa freigemacht.

    Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa schaut ernst in die Kamera.
    Südafrikas Präsident Ramaphosa (Eraldo Peres/AP/dpa)
    Die Richter kippten einen früheren Beschluss des Parlaments, der einen Bericht über Beweise für ein Fehlverhalten Ramaphosa im Zusammenhang mit einem Bargeldskandal zurückgewiesen hatte. Der Bericht müsse einem Ausschuss vorgelegt werden, der über eine Amtsenthebung Ramaphosas abstimmen könne, entschieden die Richter.
    Hintergrund ist der sogenannte "Phala-Phala"-Skandal. 2020 waren bei einem Einbruch auf Ramaphosas „Phala Phala“-Farm rund 580.000 US-Dollar gestohlen worden, die Medienberichten zufolge in einem Sofa versteckt gewesen waren. Ramaphosa erklärte, das Geld stamme aus dem Verkauf von 20 Büffeln an einen sudanesischen Geschäftsmann. Das Gericht bezweifelte die Darstellung jedoch und kam zu dem Schluss, es gebe diverse Anhaltspunkte für mögliche Verstöße gegen die Verfassung. Dazu gehörten mutmaßlich nicht gemeldete Devisenbestände sowie der Vorwurf, der Diebstahl sei nicht ordnungsgemäß angezeigt worden.
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.