Anklage gegen FBI-Chef
Gericht sieht schwerwiegende Ermittlungsfehler der US-Regierung

Ein US-Bundesrichter vermutet im Zusammenhang mit der Anklage gegen den früheren FBI-Chef Comey Ermittlungsfehler und Fehlverhalten der Regierung.

    Diese Skizze des Gerichtssaals zeigt den ehemaligen FBI-Direktor James Comey (2.v.l) und seine Anwälte Jessica Carmichael (l) und Patrick J. Fitzgerald (M) während der Anklageverlesung im Bundesgerichtsgebäude.
    Anklage gegen Ex-FBI-Chef: US-Regierung gerät unter Druck (Dana Verkouteren/AP/dpa)
    Richter Fitzpatrick erklärte in einer Stellungnahme, die Verdachtsmomente seien so schwerwiegend, dass sie zu einer Einstellung des Strafverfahrens führen könnten. Unter anderem habe die Staatsanwältin die Gesetzeslage falsch dargestellt. Sie war früher Anwältin von US-Präsident Trump.
    Zur Aufklärung möglicher Ermittlungsfehler ordnete der Bundesrichter an, dass Comeys Verteidiger Einsicht in die Ermittlungsakten bekommen sollen. Das US-Justizministerium hatte den früheren FBI-Direktor im September unter anderem wegen Falschaussage angeklagt. Dies geschah auf Druck von Trump, gegen den Comey in dessen erster Amtszeit ermittelt hatte.
    Diese Nachricht wurde am 18.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.