USA
Gericht stoppt geplanten Neuzuschnitt von Wahlkreisen im Bundesstaat Alabama

Ein US-Bundesgericht hat den geplanten Neuzuschnitt von Wahlkreisen im Bundesstaat Alabama vorerst gestoppt.

    Demonstranten versammeln sich im texanischen Austin zum Protest gegen die Wahlkreisreform-Pläne der Republikaner.
    Die geplanten Änderungen der Wahlbezirke sorgen zum Teil für Protest - wie hier in Texas im August 2025. (Mario Cantu/CSM via ZUMA Press Wire/dpa )
    In einem Eilentscheid hieß es, die von den Republikanern geplanten Änderungen würden dazu führen, dass die Stimmen von Afroamerikanern auf diskriminierende Weise weniger Gewicht erhielten. Alabama legte anschließend Berufung ein, so dass sich nun der Oberste Gerichtshof mit dem Fall befassen wird. Derzeit gibt es in den USA eine ganze Reihe ähnlicher Verfahren. Hintergrund ist, dass Wahlkreise dort in regelmäßigen Abständen neu zugeschnitten werden, was in der Praxis wiederholt zum sogenannten Gerrymandering genutzt wird. Dabei werden die Wahlkreis-Grenzen so verändert, dass eine Partei unverhältnismäßig bevorzugt wird.
    Im November stehen Zwischenwahlen zum Kongress an. Sie gelten als Stimmungstest für die Regierung von Präsident Trump.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.