Etappensieg für Abtreibungsgegner
Gericht stoppt Versand von Abtreibungspillen in den USA

In den USA hat ein Berufungsgericht den Zugang zu Abtreibungspillen landesweit eingeschränkt.

    Packung der Abtreibungspille Mifeprex
    Das Abtreibungsmedikament Mifepriston wird unter dem Namen Mifeprex vertrieben (imago/UPI PhotoMifeprex)
    Ein Richtergremium in New Orleans setzte eine Regelung der US-Arzneimittelbehörde FDA aus. Diese hatte den Versand von Medikamenten mit dem Wirkstoff Mifepriston nach telemedizinischer Verschreibung erlaubt. Laut der Einstweiligen Verfügung darf das Mittel nun zunächst nur noch von Ärzten ausgegeben werden. Mifepriston wird in den USA bei den meisten Schwangerschaftsabbrüchen eingesetzt.
    Der Oberste Gerichtshof hatte das Recht auf Abtreibung in den USA 2022 gekippt. Seitdem können die Bundesstaaten auch sehr strenge Verbote erlassen. Der Bundesstaat Louisiana sah sein nahezu vollständiges Abtreibungsverbot durch den Postversand von Abtreibungspillen unterlaufen. Das Gericht folgte dieser Argumentation.
    Abtreibungsbefürworter warnten in US-Medien, die Entscheidung werde den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen landesweit erschweren, insbesondere für Menschen in ländlichen Regionen oder mit geringem Einkommen.
    Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.