
In der Mitteilung des Verwaltungsgerichts Paris heißt es, man sei zu dem Schluss gekommen, dass die von der Polizei vorgebrachte Gefahreneinschätzung nicht ausreichend belegt gewesen sei. Die Pariser Polizei hatte die Veranstaltung insbesondere wegen einer erhöhten Terrorgefahr verboten. Die Veranstaltung in der Messestadt Le Bourget nördlich der Hauptstadt sei angesichts der angespannten internationalen und nationalen Lage mit einem erheblichen Risiko für die Teilnehmer verbunden, erklärte Polizeichef Faure. Die Entscheidung sei mit dem Innenministerium abgestimmt. Er verwies auch auf die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen in Paris, nachdem am vergangenen Wochenende ein Bombenanschlag auf die Büros der Bank of America vereitelt worden war. Die Anti-Terrorstaatsanwaltschaft ermittelt wegen einer möglichen Verbindung zu einer proiranischen Gruppierung.
Die viertägige Veranstaltung mit Vorträgen, Ausstellungen und Verkaufsständen für die muslimische Gemeinschaft sollte am Freitag beginnen. Sie wird vom Verein "Musulmans de France" (MF) organisiert, einem Dachverband muslimischer Vereinigungen und gilt als eine der größten muslimischen Zusammenkünfte in Europa. Erwartet werden Zehntausende Besucher.
Diese Nachricht wurde am 03.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
