Betrugs- und Korruptionsvorwürfe
Gerichtsverfahren um hohe Reparaturkosten der "Gorch Fock"

Vor dem Landgericht im niedersächsischen Oldenburg hat der Prozess um die hohen Sanierungskosten für das deutsche Marineschulschiff "Gorch Fock" begonnen.

16.04.2024
    Das Segelschulschiff "Gorch Fock" der Marine kehrte nach viermonatiger Ausbildungsfahrt in seinen Heimathafen zurück und legt rückwärts an der Gorch-Fock-Mole an.
    Das Segelschulschiff "Gorch Fock" (dpa/Christian Charisius)
    In dem Betrugs- und Korruptionsprozess müssen sich sechs Angeklagte verantworten. Darunter sind zwei ehemalige Vorstände einer Werft bei Bremen, die für die Instandsetzung der "Gorch Fock" zuständig war, sowie ein Rechnungsprüfer der Bundeswehr. Die Reparatur des Schiffs sollte ursprünglich knapp zehn Millionen Euro kosten - am Ende waren es 135 Millionen Euro.
    Nach Angaben eines Gerichtssprechers startete der Prozess zunächst mit der Verlesung der Anklagesätze. Für das Verfahren wurden rund 40 Verhandlungstermine bis Dezember angesetzt.
    Diese Nachricht wurde am 16.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.