
Schwan griff im Deutschlandfunk auf ihre Erfahrung als Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) zurück, die sie von 1999 bis 2008 leitete. Die Führung habe die Verpflichtung, sich über die Zukunft der Institution oder der Regierung genaue Gedanken zu machen, sie gut begründet vorzutragen, dafür dann zu werben und das Ziel konsequent zu verfolgen. Aber es hänge vom intellektuellen und geistigen Format der Führung ab und dem Bedürfnis, wirklich die Realität zu durchdringen und das mit anderen durchzusprechen, betonte Schwan. Die Voraussetzung für eine Mehrheit im Parlament sei persönliche Autorität. Diese Autorität sprach Schwan sowohl Kanzler Merz als auch Vizekanzler Klingbeil ab.
Schwan räumte einen großen Druck auf Kanzler und Regierung ein und eine große Belastung durch Krisen. Wenn die Führung sich jedoch nicht die Zeit nehme, um Situationen zu durchdenken, geschähen lauter kleine Unfälle und das Misstrauen in die Regierung wachse.
Ein Jahr Merz - Von der Mühsal des Regierens (Der Politikpodcast)
Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
