Vorschlag aus dem Kreml
Gespaltene Reaktion aus der SPD auf Vorschlag zu Schröder als Vermittler zwischen Russland und Ukraine

In der SPD wird der Vorschlag von Kremlchef Putin, Altkanzler Schröder als Vermittler im russischen Krieg gegen die Ukraine einzusetzen, unterschiedlich bewertet.

    14, Juni 2018, der russische Präsident Wladimir Putin umarmt Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder
    14, Juni 2018, der russische Präsident Wladimir Putin umarmt Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (imago / ITAR-TASS / Alexei Druzhinin)
    Der SPD-Außenpolitiker Ahmetovic sagte dem "Spiegel", das Angebot müsse ernsthaft geprüft werden. Man könne nicht akzeptieren, dass allein die USA und Russland über die Zukunft der Ukraine entschieden. Das Ziel müsse daher sein, mit am Verhandlungstisch zu sitzen. Dem schloss sich auch der Bundestagsabgeordnete Stegner an. Er begrüße jede Initiative, die den Krieg beenden könne.
    Kritik kam dagegen von SPD-Politiker Roth. Der frühere Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses bezeichnete Putins Vorstoß als - Zitat "durchsichtiges Manöver". Roth sagte dem "Tagesspiegel", er betrachte die Idee auch als Affront gegen die USA.
    Zuvor hatte die Bundesregierung den Vorschlag aus dem Kreml zurückgewiesen und als "Scheinangebot" bezeichnet. Schröder und der russische Präsident sind seit langem befreundet. Der 82-jährige Sozialdemokrat steht wegen Tätigkeiten für russische Öl- und Gaskonzerne in der Kritik.
    Diese Nachricht wurde am 10.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.