Nahost
Gespräche zwischen Israel und dem Libanon möglicherweise ab nächster Woche

Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sollen bereits nächste Woche beginnen.

    Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel; im Hintergrund sind Flaggen seines Landes zu sehen.
    Benjamin Netanjahu will die Angriffe auf die Hisbollah weiterführen. (Archivbild) (AP / dpa / Ohad Zwigenberg)
    Vertreter beider Länder werden in Washington zusammenkommen, erklärte ein Beamter des US-Außenministeriums. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu teilte mit, es gehe um die Entwaffnung der Hisbollah und den Aufbau friedlicher Beziehungen zum Libanon. Nach wiederholten Bitten des Nachbarlandes werde man direkte Gespräche aufnehmen. Aus der libanesischen Regierung hieß es, Verhandlungen würden nur stattfinden, wenn es zuvor eine Waffenruhe gebe. Netanjahu lehnte dies in einer Stellungnahme ab. Man werde die Hisbollah weiter mit Härte bekämpfen. Nach Angaben von US-Präsident Trump sagte der israelische Regierungschef jedoch zu, die Angriffe im Libanon zurückzufahren.
    Im Süden des Landes gab es erneut Kämpfe. Bodentruppen der israelischen Armee griffen nach eigenen Angaben Transportwege für Waffen, Abschussvorrichtungen und Gefechtsstände der Hisbollah an. Die Hisbollah bestätigte Gefechte mit israelischen Soldaten nahe der libanesisch-israelischen Grenze. Außerdem feuerte die Miliz der israelischen Armee zufolge rund 50 Raketen auf den Norden Israels. In mehreren Städten gab es Luftalarm.
    Gestern hatte Israel im Libanon massiv angegriffen. Nach libanesischen Angaben sind dabei rund 300 Menschen getötet und mehr als 1.100 verletzt worden.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.