Washington
Gespräche zwischen Israel und Libanon trotz Kämpfen um Bint Dschubail

Vor den ersten politischen Gesprächen zwischen dem Libanon und Israel seit Jahrzehnten hat es im Südlibanon erneut Kämpfe gegeben.

    Fünf Männer und eine Frau stehen in einer Reihe nebeneinander.
    (Von links nach rechts) Michael Needham, Berater des US-Außenministeriums, Mike Waltz, US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Marco Rubio, US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter (AFP/OLIVER CONTRERAS)
    Nach libanesischen Angaben kam es in der von Israels Armee umstellten Stadt Bint Dschubail zu Gefechten zwischen israelischen Soldaten und Kämpfern der Hisbollah. Das israelische Militär erklärte, zehn eigene Soldaten seien bei einem Angriff der Miliz teils schwer verletzt worden.
    In Washington begann das Treffen der Botschafter Israels und des Libanons. Auch US-Außenminister Rubio nimmt daran teil. Der israelische Ressortchef Saar warb vor Beginn für Frieden und eine Normalisierung der Beziehungen. Israel will im Südlibanon eine Sicherheitszone einrichten und fordert die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, die die Verhandlungen ablehnt. Die Regierung in Beirut will nach eigener Darstellung zunächst eine Waffenruhe und den Abzug israelischer Soldaten aus dem Süden des Landes erreichen.
    Die Außenminister von 17 Staaten riefen beide Seiten in einer gemeinsamen Erklärung auf, die Verhandlungen für einen dauerhaften Frieden zu nutzen.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.