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StartseiteMusikjournal"Es wird nicht mehr so wie vorher werden"22.02.2021

Gesprächsreihe: Neustart der Musiklebens"Es wird nicht mehr so wie vorher werden"

Im Nachgang der Corona-Pandemie müsse über neue Finanzierungsmodelle nachgedacht werden, um freie Arbeit in der Kunst besser abzusichern, sagte Tobias Rempe, Geschäftsführer des Ensemble Resonanz, im Dlf. Man stehe zudem vor der Herausforderung, sowohl bei den Formaten als auch inhaltlich anders zu arbeiten.

Tobias Rempe im Gespräch mit Christoph Vratz

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Das Ensemble sitzt und steht mit seinen Instrumenten in einem weißen Raum mit markanter Deckenkonstrukion. (Ensemble Resonanz / Tobias Schult)
Das Ensemble Resonanz (Ensemble Resonanz / Tobias Schult)
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Zahlreiche Musikerinnen und Musiker fragen sich in diesen Tagen: Wann geht der Vorhang wieder hoch? Und: unter welchen Bedingungen? Hinter den Kulissen trifft man bereits Maßnahmen für den Zeitpunkt X. Tobias Rempe, Geschäftsführer des Ensemble Resonanz, sagte im Musikjournal, dass man zurzeit mit Produktionen beschäftigt sei und man hoffe, diese dann auch bald vor Publikum spielen zu können. An einen "Tag X", an dem der Konzertbetrieb wieder aufgenommen werden kann, glaubt Rempe aber nicht. "Ich glaube, dass wir Schritt für Schritt weitergehen."

Frauke Roth von der Dresdner Philharmonie hält im Rahmen Verleihung des Kunstpreises und der Förderpreise der Landeshauptstdt Dresden die Laudatio im Festspielhaus Hellerau (www.imago-images.de) (www.imago-images.de)Neustart des Musiklebens - "Diese Selbstverständlichkeit ist passé!"
Ganz vorsichtig blicken Musikfans in Richtung Ostern. Vielleicht geht dann wieder etwas im Land mit der höchsten Dichte an Orchestern und Opernhäusern weltweit. Wie so ein Neustart des Musiklebens aussehen könnte, erläutert die Intendantin der Dresdner Philharmonie.

"Wir planen alle zwei- bis dreigleisig mit großer Vorsicht". Es sei jedoch sehr schwierig, ohne konkrete Perspektive auf konkrete Zeiträume hinzuarbeiten.

Die Pandemie, die Reisen in vielerlei Hinsicht einschränkt, habe auch deutlich gemacht, dass man in Zukunft noch stärker auf Partnerschaften und Kollaborationen vor Ort setzen werde. 

Freie Arbeit besser absichern

Die Coronazeit trifft besonders viele freischaffende Musikerinnen und Musiker hart. Laut einer Umfrage des Landesmusikrates Berlin haben knapp ein Drittel der teilnehmenden Musiker aus Berlin bereits ihren Beruf aufgegeben oder sind gerade dabei, sich neu zu orientieren. Für Rempe sind das "wirklich schlechte Nachrichten". Im Nachgang der Pandemie müsse man deshalb auch nachdenken, wie man freie Arbeit in der Kunst besser absichern könne.

Für freie Ensembles sei es deshalb wichtig, Strukturen zu fördern - und nicht nur Projekte. Für die Zukunft stehe man vor der Herausforderung, sowohl bei den Formaten als auch inhaltlich anders zu arbeiten - und andere Finanzierungsmodelle zu finden. 

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