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Apothekerstreik
Gesundheitsexpere Dahmen: finanzielle Herausforderung nicht auf dem Rücken der Patienten austragen

Der Gesundheitsexperte der Grünen, Dahmen, hat den für morgen geplanten bundesweiten Apothekerstreik als falsches Signal bezeichnet.

    An einer Fassade prangt rot beleuchtet das Hinweisschild für Apotheken.
    In den Apotheken ist der Ärger groß. Am 14. Juni wollen einige aus Protest geschlossen bleiben. (Imago / Rolf Poss )
    Er verstehe die Sorgen der Apotheker, sagte Dahmen im Deutschlandfunk. Man dürfe die Herausforderungen aber nicht auf dem Rücken der Patientinnen und Patienten austragen. Der Grünen-Politiker verwies darauf, dass ein Gesetz zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Arzneitmitteln in Arbeit sei. Mit Blick auf die Forderung der Apotheker nach mehr Geld betonte Dahmen, dies sei in Zeiten begrenzter Kassen eher unrealistisch. Zuvor hatte bereits Bundesgesundheitsminister Lauterbach höheren Apothekerhonoraren eine Absage erteilt.
    Mit dem bundesweiten Protesttag wollen die Apotheker morgen ihren Forderungen gegenüber der Politik Nachdruck verleihen. Da die meisten Apotheken geschlossen bleiben, soll die Versorgung mit Arzneimitteln über Notdienste gesichert werden.
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.