
Mit dem Ausscheiden aus der Regierung ist Streeting nicht mehr der Kabinettsdisziplin unterworfen. In einem Brief, aus dem die BBC zitiert, wirft Streeting dem Premierminister Führungsschwäche vor. Wo das Land Orientierung brauche, treibe es ziellos dahin. Es sei nun klar, dass Starmer die Labour-Partei nicht mehr in die nächste Wahl führen würde.
Beobachter gehen davon aus, dass sich der 43-jährige Streeting als Kandidat für den Labour-Vorsitz in Stellung bringt. In Großbritannien übernimmt der Vorsitzende der stärksten Partei im Unterhaus üblicherweise auch das Amt des Regierungschefs.
Premier Starmer steht seit Monaten innenpolitisch unter Druck - unter anderem wegen der Berufung des Ex-Botschafters in den USA, Mandelson. Dieser hatte Kontakt zum US-Sexualstraftäter Epstein. Starmer bestreitet, von diesen Verbindungen gewusst zu haben.
Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
