Interview der Woche
Gesundheitsministerin Warken: Alle Seiten, auch Ärzte und Apotheken, müssen sich für eine Reform bewegen

Bundesgesundheitsministerin Warken hat in der Debatte um eine Reform der Ärzteversorgung alle Seiten zu Verhandlungsbereitschaft aufgerufen. Alle, auch Ärzte und Apotheken, müssten bereit sein, sich zu bewegen, sagte Warken im Interview der Woche des Deutschlandfunks.

    Nina Warken spricht bei einer Pressekonferenz vor einem blauen Hintergrund in mehrer Mikrofone.
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Man dürfe nicht nur seine eigene Sichtweise betrachten, betonte die CDU-Politikerin. Eine Reform werde allen nicht leicht fallen, aber es müsse sich etwas ändern.
    Warken warb erneut für das sogenannte Primärarztsystem. Den Plänen zufolge sollen Menschen mit ihren Beschwerden immer zuerst zum Hausarzt gehen, um dann gegebenenfalls einen garantierten Facharzttermin zu erhalten. Das Gesundheitsministerium verspricht sich davon mehr Effizienz.
    Teil des Systems sollen auch telefonische und digitale Ersteinschätzungen sowie eine stärkere Einbindung von Apotheken werden. Der Gesetzesvorschlag soll im Sommer vorgelegt werden. Warken erklärte, das neue System werde zunächst für gesetzlich Versicherte vorbereitet, eine Lösung für Privatversicherte werde noch besprochen.

    Programmhinweis

    Das vollständige "Interview der Woche" mit Gesundheitsministerin Warken hören Sie am Sonntag ab 11 Uhr im Deutschlandfunk und schon heute in der Deutschlandfunk-App.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.