Pflegeversicherung
Gesundheitsministerin Warken rechnet für die nächsten zwei Jahre mit Finanzlücke von mehr als 22,5 Milliarden

In der gesetzlichen Pflegeversicherung droht nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Warken in den kommenden beiden Jahren ein Defizit von insgesamt mehr als 22,5 Milliarden Euro. Die Ausgaben überstiegen seit Jahren die Einnahmen, sagte die CDU-Politikerin.

    Nina Warken steht bei einer Pressekonferenz an einem Pult, spricht und gestikuliert
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, CDU (picture alliance / Geisler-Fotopress / Bernd Elmenthaler / Geisler-Fotopr)
    Warken erklärte der "Rheinischen Post", die Entwicklung gefährde bereits die Zahlungsfähigkeit der Pflegekassen im laufenden Jahr. Immer mehr Menschen würden als pflegebedürftig eingestuft, was aber nur zu einem kleinen Teil mit der demografischen Entwicklung zu erklären sei, meinte Warken. Seit Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs 2017 habe sich die Zahl der Anspruchsberechtigten verdoppelt. Sie liege nun bei mehr als sechs Millionen.
    Die Ministerin will Mitte Mai einen Gesetzentwurf für eine Pflegereform vorlegen.
    Diese Nachricht wurde am 09.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.