Rechtsprechung
Gewalt im Netz: Richterbund beklagt Personallücken

Der Deutsche Richterbund warnt bei der Verfolgung digitaler Gewalt gegen Frauen vor Personalmangel in den Staatsanwaltschaften.

    Porträt von Sven Rebehn.
    Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbunds, Sven Rebehn. (Deutscher Richterbund)
    Bundesgeschäftsführer Rebehn sagte der "Rheinischen Post", mit punktuellen Strafverschärfungen und weiteren Fortbildungsangeboten für Ermittler sei es nicht getan. Deepfakes und sexualisierte digitale Gewalt, Abbildungen von Kindesmissbrauch sowie Fälle von Hasskriminalität nähmen im Netz "epidemische Ausmaße" an. Es seien eklatante Personallücken in den zuständigen Behörden, die eine wirksamere Strafverfolgung ausbremsten. Für die Situation machte Rebehn die Finanzminister der Länder verantwortlich.
    So erledigten in vielen unterbesetzten Staatsanwaltschaften drei Ermittler die Arbeit für vier. In der Folge müssten Strafverfahren immer öfter vorzeitig eingestellt werden.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.