Mexiko
25 Soldaten bei Unruhen nach Tod von Drogenboss ums Leben gekommen

In Mexiko sind im Zusammenhang mit der Tötung eines Drogenbosses auch 25 Nationalgardisten ums Leben gekommen. Mexikos Sicherheitsminister Garcia Harfuch teilte mit, insgesamt seien bei Kämpfen zwischen Soldaten und Bandenmitgliedern 74 Menschen getötet worden.

    Ein ausgebrannter Bus steht auf einer Straße, daneben stehen Feuerwehrmänner.
    Nach dem Tod von "El Mencho" haben Bandenmitglieder in Mexiko Fahrzeuge und Geschäfts angezündet. (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Stringer)
    Die Regierung habe inzwischen 2.500 zusätzliche Soldaten in den Westen des Landes entsandt. Zuvor seien rund 7.000 Soldaten im Bundesstaat Jalisco stationiert gewesen, es handele sich also um eine Verstärkung, sagte Verteidigungsminister Trevilla in Mexiko-Stadt. Die Armee wolle damit vor allem eine "abschreckende Wirkung erzielen".
    Die mexikanische Armee hatte gestern die Tötung des Kartellchefs Nemesio Oseguera Cervantes, genannt "El Mencho", bekanntgegeben. Bandenmitglieder setzten daraufhin in mehreren Bundesstaaten Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand. Besonders betroffen war mit der Großstadt Guadalajara auch ein Austragungsort der Fußball-WM. Die deutsche Botschaft in Mexiko erklärte, wer sich an einem sicheren Ort wie einem Hotel aufhalte, solle bis auf weiteres dort bleiben. Mehrere Fluggesellschaften sagten Flüge in mexikanische Städte ab.
    US-Präsident Trump nahm die Eskalation zum Anlass, den Druck auf das Nachbarland zu erhöhen. Mexiko müsse seine Anstrengungen im Kampf gegen Kartelle und Drogen verstärken, forderte Trump auf Truth Social. Der Präsident hatte der mexikanischen Regierung bereits in der Vergangenheit vorgeworfen, die Kontrolle an die Kartelle verloren zu haben.
    Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.