Gefängnisausbrüche in Syrien
Gewerkschaft der Polizei sieht Gefahr durch entkommene IS-Dschihadisten

Die Gewerkschaft der Polizei hat nach Ausbrüchen aus Gefangenenlagern in Syrien vor einer möglichen Rückkehr deutscher IS-Dschihadisten gewarnt.

    Das Bild zeigt einen Gang zu Gefängniszellen im Gefängnis Saidnaya in Damaskus.
    Das Bild zeigt einen Gang zu Gefängniszellen im Gefängnis Saidnaya in Damaskus. (picture alliance | ASSOCIATED PRESS | Mosa'ab Elshamy)
    Der GdP-Vorsitzende Kopelke sagte dem "Tagesspiegel", einige der Islamisten könnten nach jahrelanger Internierung auf Rache sinnen. Kopelke rief Bundeskanzler Merz auf, den Nationalen Sicherheitsrat einzuberufen. Das Auswärtige Amt ging zuletzt von einer zweistelligen Zahl deutscher Dschihadisten in Syrien aus. Hinzu kommen Personen mit Bezug zur Bundesrepublik, aber ohne deutsche Staatsangehörigkeit. - Kurdische Kräfte hatten sich von den Gefangenenlagern zurückgezogen. Hintergrund sind Machtkämpfe mit der syrischen Zentralregierung. Diese strebt eine Eingliederung kurdischer Institutionen in die staatliche Ordnung an. Laut Medienberichten rückten Armeesoldaten inzwischen in das berüchtigte Gefangenenlager al-Hol ein.
    In Deutschland gab es bei prokurdischen Demonstrationen gestern teils massive Ausschreitungen. In Dortmund wurden Polizeiangaben zufolge Beamte mit Böllern verletzt; außerdem seien Imbissstuben attackiert worden. Aus Bremen wurden Schlägereien zwischen Demonstranten und Außenstehenden gemeldet. Auch in Stuttgart und Hannover kam es zu Gewalt.
    Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.