Bahn-Vorstoß
Gewerkschaft nennt Alkoholverbot an allen Bahnhöfen nicht durchsetzbar

Das geplante Alkoholverbot an allen Bahnhöfen in Deutschland sorgt für Diskussionen.

    Eine S-Bahn im Bahnhof
    Diskussion über Alkoholverbot in Bahnhöfen (Archivbild) (IMAGO / Wolfgang Maria Weber)
    Die Bundespolizeigewerkschaft hält das Vorhaben für kaum umsetzbar. So sei die Bundespolizei nicht für die Durchsetzung verantwortlich, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Ostermann. Die Deutsche Bahn besitze das Hausrecht und müsste das Alkoholverbot an Bahnhöfen selbst vollziehen.
    Ähnlich äußerte sich Bundesinnenminister Dobrindt. Er begrüße das Verbot grundsätzlich, um das Aggressionspotenzial an Bahnhöfen zu verringern. Die Frage der Durchsetzung eines solchen Verbots sei allerdings eine problematische, so Dobrindt.
    Nach Angaben der Deutschen Bahn soll es künftig an allen rund 5.400 Bahnhöfen in Deutschland untersagt sein, Alkohol zu trinken. Der Konzern will das Verbot bis Mitte Oktober umsetzen. Bei Verstößen droht künftig ein Platzverweis, im Wiederholungsfall ein Hausverbot.
    Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.