Tarifkonflikt
Gewerkschaft Ufo schockiert über Schließung der Lufthansa-Tochter Cityline

Die Gewerkschaft Ufo hat die sofortige Schließung der Lufthansa-Tochter Cityline als einen Akt der Bestrafung für die aktuellen Streiks bezeichnet.

    Ein Airbus A319 der Lufthansa CityLine startet am Flughafen in Berlin-Schönefeld
    Die Lufthansa will den Betrieb ihrer Regionaltochter Cityline einstellen. (picture alliance / Jochen Eckel )
    Man sei erschüttert und fassungslos, erklärte ein Sprecher. Der Vorstand führe mit seinem skrupellosen Vorgehen Krieg gegen die eigenen Leute. Auch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kritisierte das Vorgehen. Die von der Konzernleitung angeführten geopolitischen Gründe seien nicht überzeugend, da kein weiterer Wettbewerber derzeit Kapazitäten in diesem Umfang aus dem Markt nehme, erklärt Cockpit-Präsident Pinheiro. Vielmehr deute vieles darauf hin, dass es sich um eine Maßnahme im Zusammenhang mit den aktuellen tarifpolitischen Konflikten handele. Lufthansa hatte die Cityline-Schließung unter anderem mit Verlusten aufgrund des Arbeitskampfs und steigender Kerosinpreise begründet.
    Die Gewerkschaft Cockpit setzt heute wie angekündigt ihre Streiks den fünften Tag in Folge fort. Betroffen sind vor allem die Standorte Frankfurt am Main, München und Berlin.
    Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.