Pfiffe und Buhrufe
Gewerkschafter protestieren beim DGB-Kongress gegen Kanzler Merz

Bundeskanzler Merz hat auf dem Kongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes für tiefgreifende Sozialreformen geworben und damit Gegen-Reaktionen im Saal ausgelöst.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht beim 23. Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Estrel Congress Center.
    Bundeskanzler Merz spricht auf dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin. (Bernd von Jutrczenka/dpa)
    Mit seinem Appell, den Reformprozess als Chance statt Bedrohung zu begreifen, drang der Kanzler bei den rund 400 Teilnehmern kaum durch. Man könne nicht einfach so weitermachen wie in den letzten 20 Jahren, rief Merz den Delegierten zu, die mit Pfiffen und Buhrufen reagierten. Unter anderem bekräftigte der Kanzler das Vorhaben einer Neuordnung der gesetzlichen Rente. Anderenfalls sei die Rente nicht zukunftsfähig, meinte er.
    Merz hat als erster CDU-Kanzler seit acht Jahren bei einem DGB-Bundeskongress gesprochen. Zuletzt war dort Angela Merkel 2018 zu Gast, die dort in früheren Jahren auch schon etwa für die Rente mit 67 ausgepfiffen worden war.
    Diese Nachricht wurde am 12.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.