Automobilindustrie
Gewinn bei VW um knapp die Hälfte eingebrochen - bei Porsche um 98 Prozent - 50.000 Stellen fallen weg

Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Ergebnis nach Steuern um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit. 2024 lag der Gewinn noch bei 12,4 Milliarden Euro.

    Zahlreiche Neuwagen der Marken Volkswagen und Audi stehen zur Verladung im Hafen bereit.
    Gewinn bei Volkswagen ist 2025 eingebrochen. (picture alliance / dpa / Lars Penning)
    Auch beim Tochterunternehmen Porsche gab es im vergangenen Jahr einen massiven Gewinneinbruch. Das operative Ergebnis - also ohne Berücksichtigung von Zinsen oder Steuern - belief sich auf 90 Millionen Euro nach knapp 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Rückgang von 98 Prozent. Porsche leidet wie der gesamte VW-Konzern unter dem geringeren Absatz in China, den gestiegenen Zöllen in den USA und einer Fehleinschätzung beim Umstieg auf das Elektroauto.

    60-Milliarden-Sparprogramm von VW angekündigt - 50.000 Stellen werden gestrichen

    Bereits im vergangenen Monat hatte VW ein neues Sparprogramm mit einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro angekündigt. Danach sollen die Kosten bis 2028 um 20 Prozent sinken. Im Zuge dessen könnten auch Werksschließungen zur Debatte stehen, hieß es.
    In einem Brief an die Aktionäre schrieb Konzernvorstand Blume, insgesamt sollten in Deutschland bis 2030 rund 50.000 Stellen gestrichen werden. Ende 2024 hatte VW mit den Gewerkschaften vereinbart, 35.000 Arbeitsplätze abzubauen.

    Arbeitgeberverband: Sind in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik

    Für die Branche geht der Arbeitgeberverband Gesamtmetall insgesamt davon aus, dass in diesem Jahr bis zu 150.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie abgebaut werden. Man befinde sich in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik. Seit 2018 habe sie schon 270.000 Arbeitsplätze verloren. Als Ursachen nannte der Verband zu hohe Energiekosten und Unternehmenssteuern sowie hohe Sozialabgaben und zu viel Bürokratie.
    Durch den Stellenabbau, insbesondere in der Autoindustrie, drohen ganze Regionen geschwächt zu werden, da die Kaufkraft insgesamt verringert ist.
    Diese Nachricht wurde am 10.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.