Giant Magellan Telescope, riesiges Magellan-Teleskop, lautet der Name eines der größten Projekte, an das sich die Astronomen wagen. Das Instrument wird etwa 25 Meter Durchmesser haben, mehr als 1000 Tonnen wiegen und soll vom Berg Las Campanas in Chile aus den Astronomen unerreicht scharfe Blicke in die Tiefen des Kosmos ermöglichen.
"The most conspicuous activity in our project so far is, that we are building the first of the seven 8,4 metre mirrors."
Man baue bereits den ersten der sieben Spiegel mit jeweils 8,4 Metern Durchmesser, betont Steve Shectman von den Carnegie Observatories in den USA und Projektwissenschaftler des Giant Magellan Telescope. Während die beiden anderen Riesenteleskope, die weltweit in Planung sind, auf einen Hauptspiegel aus bis zu tausend kleinen Segmenten setzen, verfügt das Magellan-Teleskop über einen 8,4-Meter-Spiegel in der Mitte, der von sechs weiteren Exemplaren umgeben ist. Technisch aufwändig sind die sieben Sekundärspiegel, die das vom Teleskop empfangene Licht in die Messinstrumente lenken. Shectman:
"Man braucht da Spiegel, deren Form man sehr schnell den atmosphärischen Störungen anpassen kann, damit wir auch wirklich perfekt scharfe Bilder bekommen. Die Spiegel mit einem Durchmesser von einem Meter sind nur zwei Millimeter dünn und werden von jeweils 1000 kleinen Stellmotoren blitzartig in die richtige Form gebracht."
Wenn alles funktioniert, schaltet das Magellan-Teleskop das Funkeln der Sterne aus. Es sieht dann so scharf, als sei es im Weltraum. Aber bis es so weit ist, hat das Team um Steve Shectman, an dem Institutionen aus den USA, Australien und Südkorea beteiligt sind, noch manche Hürde zu nehmen – und man muss etwa 700 Millionen Dollar auftreiben. Shectman:
"Unser Zeitplan hängt ganz wesentlich von der Finanzierung ab. Wir haben bisher erst einen Teil des Geldes. Wir müssen alle beteiligten Institutionen überzeugen, dass wir das richtige tun und dass sie uns dafür Geld geben. Wir brauchen Geduld. Wenn wir das Geld haben, dauert es acht Jahre, um das Instrument fertig zu bauen."
In ähnlichen Zeitskalen rechnen die beiden anderen Projekte: In den USA ist ein 30-Meter-Teleskop geplant, Europa setzt gar auf ein 42-Meter-Riesen. Aber nur beim Magellan-Teleskop werden bereits große Teile gefertigt. Sieht Steve Shectman in den anderen Projekten Kollegen oder Konkurrenten?
"Für mich sind das Kollegen. Wenn deren Projekte realisiert werden, wird das die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass auch unsere Institutionen mitziehen und Magellan bauen. Wir kämpfen nicht um dasselbe Geld. Und wir haben im All genug zu erforschen, auch wenn alle drei Riesenteleskope gebaut werden sollten."
Wie Magellan kämpfen auch die beiden anderen Projekte noch um die Finanzierung – der Ausgang ist völlig offen. Und was würde Projektwissenschaftler Steve Shectman mit seinem Giant Magellan Telescope am liebsten als erstes im Universum beobachten?
"I am getting nearer to the end of my career – and I seldom think of actually using this telescope."
Er nähere sich dem Ende seiner Karriere und denke nur selten daran, das Teleskop wirklich mal selbst zu benutzen, ist die erstaunliche Antwort. Shectman ist 59 – aber zu seinem 70. Geburtstag sähe er das Teleskop gerne im Einsatz.
"The most conspicuous activity in our project so far is, that we are building the first of the seven 8,4 metre mirrors."
Man baue bereits den ersten der sieben Spiegel mit jeweils 8,4 Metern Durchmesser, betont Steve Shectman von den Carnegie Observatories in den USA und Projektwissenschaftler des Giant Magellan Telescope. Während die beiden anderen Riesenteleskope, die weltweit in Planung sind, auf einen Hauptspiegel aus bis zu tausend kleinen Segmenten setzen, verfügt das Magellan-Teleskop über einen 8,4-Meter-Spiegel in der Mitte, der von sechs weiteren Exemplaren umgeben ist. Technisch aufwändig sind die sieben Sekundärspiegel, die das vom Teleskop empfangene Licht in die Messinstrumente lenken. Shectman:
"Man braucht da Spiegel, deren Form man sehr schnell den atmosphärischen Störungen anpassen kann, damit wir auch wirklich perfekt scharfe Bilder bekommen. Die Spiegel mit einem Durchmesser von einem Meter sind nur zwei Millimeter dünn und werden von jeweils 1000 kleinen Stellmotoren blitzartig in die richtige Form gebracht."
Wenn alles funktioniert, schaltet das Magellan-Teleskop das Funkeln der Sterne aus. Es sieht dann so scharf, als sei es im Weltraum. Aber bis es so weit ist, hat das Team um Steve Shectman, an dem Institutionen aus den USA, Australien und Südkorea beteiligt sind, noch manche Hürde zu nehmen – und man muss etwa 700 Millionen Dollar auftreiben. Shectman:
"Unser Zeitplan hängt ganz wesentlich von der Finanzierung ab. Wir haben bisher erst einen Teil des Geldes. Wir müssen alle beteiligten Institutionen überzeugen, dass wir das richtige tun und dass sie uns dafür Geld geben. Wir brauchen Geduld. Wenn wir das Geld haben, dauert es acht Jahre, um das Instrument fertig zu bauen."
In ähnlichen Zeitskalen rechnen die beiden anderen Projekte: In den USA ist ein 30-Meter-Teleskop geplant, Europa setzt gar auf ein 42-Meter-Riesen. Aber nur beim Magellan-Teleskop werden bereits große Teile gefertigt. Sieht Steve Shectman in den anderen Projekten Kollegen oder Konkurrenten?
"Für mich sind das Kollegen. Wenn deren Projekte realisiert werden, wird das die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass auch unsere Institutionen mitziehen und Magellan bauen. Wir kämpfen nicht um dasselbe Geld. Und wir haben im All genug zu erforschen, auch wenn alle drei Riesenteleskope gebaut werden sollten."
Wie Magellan kämpfen auch die beiden anderen Projekte noch um die Finanzierung – der Ausgang ist völlig offen. Und was würde Projektwissenschaftler Steve Shectman mit seinem Giant Magellan Telescope am liebsten als erstes im Universum beobachten?
"I am getting nearer to the end of my career – and I seldom think of actually using this telescope."
Er nähere sich dem Ende seiner Karriere und denke nur selten daran, das Teleskop wirklich mal selbst zu benutzen, ist die erstaunliche Antwort. Shectman ist 59 – aber zu seinem 70. Geburtstag sähe er das Teleskop gerne im Einsatz.