Energiewende
Giegold kritisiert schleppenden Ausbau der erneuerbaren Energien

Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen, Giegold, hat der Bundesregierung vorgeworfen, die Energiewende auszubremsen.

    Sven Giegold (Bündnis 90/Die Grünen) spricht in ein Mikrofon und gestikuliert dabei. Er trägt eine dunkle Anzugjacke und ein weißes Hemd
    Der Grünen-Politiker Sven Giegold (Michael Kappeler/dpa)
    Bundeswirtschaftsministerin Reiche habe mehrere Gesetzentwürfe erarbeiten lassen, die dem Ausbau der erneuerbaren Energien entgegenwirkten, sagte Giegold im Deutschlandfunk. Dies führe zu einer Blockade beim Netzausbau und widerspreche dem Koalitionsvertrag. Giegold warnte vor der weiteren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
    Ähnlich äußerte sich die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Der geschäftsführende Vorstand Kaiser sprach von einem Zickzackkurs der Bundesregierung ohne jeglichen Kompass. Zudem kritisierte er die geplanten Steuersenkungen auf fossilen Sprit.
    In mehreren deutschen Städten finden heute Demonstrationen für den Ausbau Erneuerbarer Energien statt, darunter in Hamburg, Berlin und München. Die Initiatoren fordern unter anderem einen beschleunigten Ausbau von Sonne- und Windkraft und eine Verringerung der Stromsteuer.
    Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.