Weihnachtsamnestie
Gnade zum Fest: Hunderte Gefangene kommen vorzeitig frei

Im Zuge sogenannter "Weihnachtsamnestien" kommen in diesen Tagen wieder hunderte Häftlinge aus deutschen Gefängnissen frei. Bundesweit sind es mehr als 800, wie die Deutsche Presse-Agentur nach einer Umfrage unter den Justizministerien der Bundesländer berichtet.

    Ein geschmücktes Weihnachtsbäumchen aus Plastik steht in Lübeck (Schleswig-Holstein) im Frauentrakt der Justizvollzugsanstalt (JVA) im Besucherraum am vergitterten Fenster.
    Jedes Jahr werden in Deutschland vor Weihnachten Häftlinge begnadigt. (picture alliance / dpa)
    Die größte Zahl an Weihnachtsamnestien gibt es demnach in Nordrhein-Westfalen; dort kommen 248 Gefangene vorzeitig frei. In Baden-Württemberg sind es 160. Insgesamt ist die Zahl laut dpa geringer als im Jahr davor; damals waren es mehr als 1.000 Häftlinge.
    Die vorzeitigen Entlassungen sind an Bedingungen geknüpft: Der Gefangene muss sich hinter Gittern einwandfrei verhalten haben, und sein offizieller Entlassungstermin muss ohnehin zwischen Ende November und Anfang Januar anstehen. Zudem darf die Haftzeit nicht mehr als zwei Jahre betragen. Eine Ausnahme bei den Amnestien bildet Bayern, solche Freilassungen gibt es dort nicht.
    Diese Nachricht wurde am 19.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.