Vor AfD-Parteitag in Erfurt
Göring-Eckardt (Grüne) AfD-Parteitag 100 Jahre nach NSDAP-Reichsparteitag in Weimar "nicht zufällig"

Vor Beginn des AfD-Bundesparteitags in Erfurt hat die frühere Bundestagsvizepräsidentin Göring-Eckardt erneut zu Protesten aufgerufen.

    Fernsehkameras stehen vor der Bühne in der Messe Erfurt, die das Logo der AfD zeigt.
    Vor dem AfD-Bundesparteitag gibt es Kritik. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
    Die Grünen-Politikerin aus Thüringen sagte im Deutschlandfunk, die AfD sei keine ganz normale Partei, sondern in Teilen rechtsextrem. Zudem sei Termin und Ort des Treffens auf den Tag genau 100 Jahre nach dem NSDAP-Reichsparteitag im benachbarten Weimar nicht zufällig gewählt, und man könne nicht so tun, als ob dies ein ganz normaler Vorgang wäre. Auch Blockaden seien vom Recht auf Versammlungsfreiheit gedeckt, solange sie friedlich blieben, erklärte Göring-Eckardt.
    In Erfurt sind Tausende Menschen zu Sitzblockaden auf den Zufahrtswegen zum Parteitagsgelände zusammengekommen. Auf dem AfD-Parteitag stellen sich die Bundesvorsitzenden Weidel und Chrupalla zur Wiederwahl, außerdem geht es unter anderem um einen Antrag des Thüringer Landeschefs Höcke, der Rechtsextremen die Mitgliedschaft erleichtern könnte.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.