Buchbranche
Göttinger Steidl-Verlag in vorläufiger Insolvenz

Das renommierte Verlagshaus Steidl aus Göttingen hat mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Das Amtsgericht Göttingen bestätigte die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens.

    Gerhard Steidl im Porträt
    Der Verleger Gerhard Steidl (picture alliance / dpa / Swen Pförtner)
    Nach Angaben des Insolvenzverwalters geht es unter anderem um ausstehende Gehaltszahlungen. Der Göttinger Arbeitsrechtler John, der nach eigenen Worten den Großteil der Steidl-Mitarbeiter vertritt, sagte, es seien noch mehrere Klagen offen. Verlagschef Steidl gibt an, die Forderungen beglichen zu haben.
    Gerhard Steidl hatte den Verlag 1969 gegründet. Dort erschienen zahlreiche Bücher bekannter Autoren, der Verlag hält seit 1993 die Weltrechte am Werk von Günter Grass. Inzwischen gibt es Gespräche mit möglichen Investoren.
    Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.