Sternzeit / Archiv 11.08.2002

Göttinnen am AbendhimmelDamond Benningfield

Heute sollten Sie bei Einbruch der Dunkelheit auf den Westhorizont achten. Die noch sehr schmale Mondsichel und die Venus sind dort der Schmuck.

In der Himmelsmythologie werden Mond und Venus durch weibliche Figuren dargestellt. Der überwiegende Teil der Planeten, Sterne und Sternbilder war in den meisten Kulturen männlich. Nur in Mond und Venus sahen viele übereinstimmend Göttinnen. Die Venus erhielt ihren Namen von der römischen Göttin der Liebe und Schönheit. Bei den alten Griechen hieß diese Göttin Aphrodite, bei den Babyloniern Ishtar. Astronomen sind bei der Tradition geblieben und gaben Venusformationen die Namen wirklicher oder fiktiver Frauenfiguren. Beispielsweise heißen die größten Hochländer Ishtar- und Aphrodite-Terra.

Die griechische Mondgöttin heißt Selene. Sie ist die Schwester und Gemahlin von Helios, dem Sonnengott. Bei den Römers heißt sie Luna. Der Mond war die Göttin der Fruchtbarkeit und der Mutterschaft. In Geschichten Westafrikas wird der Mond als Göttin beschrieben, die Vögel zur Erde sandte, um Kinder abzuliefern. Für die Mayas war er die Göttin Ix Chel – die Frau ihres Schöpfungsgottes. Achten Sie in den Abendstunden auf Mond und Venus – zwei Göttinnen, die sich heute relativ nahe kommen. Gemeinsam stehen sie in einem weiblichen Sternbild – in der Jungfrau.

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