Arktis
Grönland: Sozialdemokraten verlassen Regierungsbündnis - Kritik von Ministerpräsident Nielsen

In Grönland hat die sozialdemokratische Partei Siumut das Regierungsbündnis verlassen.

    Jens Frederik Nielsen, Ministerpräsident von Grönland
    Jens Frederik Nielsen, Ministerpräsident von Grönland (Archivbild) (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Auslöser ist Berichten zufolge die Überlegung zweier Minister, bei der anstehenden Wahl in Dänemark für das dänische Parlament zu kandidieren. Dies habe Unmut bei der Siumut-Parteispitze ausgelöst. Der grönländische Ministerpräsident Nielsen kritisierte die Entscheidung der Sozialdemokraten. Seine Koalition hat zwar weiterhin eine Mehrheit. Aufgrund der Auseinandersetzung mit US-Präsident Trump hatte Nielsen aber ein möglichst breites Regierungsbündnis angestrebt.
    Zu Beginn des Jahres hatte der US-Präsident mit einer Annexion Grönlands gedroht und sicherheitspolitische Gründe angebracht. Anschließend vermeldeten Trump und NATO-Generalsekretär Rutte eine grundsätzliche Einigung, die den USA unter anderem eine größere militärische Rolle in Grönland einräumt.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.