Südkorea
Großangelegter Streik bei Samsung rückt näher - weltweite Lieferengpässe befürchtet

Im Tarifstreit bei Samsung Electronics in Südkorea sind die Schlichtungsgespräche gescheitert. Damit rückt ein großangelegter Streik bei dem südkoreanischen Technologiekonzern näher. Dieser könnte globale Folgen für die Lieferketten haben.

    Das Samsung-Logo auf einer Glastüre
    Bei Samsung könnte bald gestreikt werden. (AP / Lee Jin-man)
    Bei den Tarifverhandlungen gab es bisher kaum Annäherung. Die Gewerkschaft fordert eine Abschaffung der Obergrenzen für Mitarbeiterboni, eine Anhebung der ⁠Grundgehälter um ⁠sieben Prozent sowie die Verteilung von ⁠15 Prozent des jährlichen operativen Gewinns an die Beschäftigten. Samsung hat zwar sein Betriebsergebnis im ⁠ersten Quartal auf umgerechnet 33 Milliarden Euro verachtfacht. Dem Management zufolge ⁠würden dauerhaft höhere Gehälter und Boni jedoch künftige Investitionen sowie ‌die Ausschüttungen an die Aktionäre gefährden.
    Ein Streik bei dem südkoreanischen Konzern würde die weltweiten Lieferengpässe bei Halbleitern verschärfen. Samsung ist der weltgrößte Anbieter von Speicherchips und ein ​wichtiger Auftragsfertiger.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Wirtschaft: Chipindustrie: Streik bei Samsung? – Nvidia im Fokus
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.