Anschlagsversuch von Leipzig
Großbritannien bestellt russischen Geschäftsträger ein

Großbritannien hat wegen des versuchten Sprengstoffanschlags am Leipziger Flughafen den ranghöchsten russischen Diplomaten im Land einbestellt.

    Kriminaltechniker der Polizei (hinten) bereiten den Einsatz eines Sprengroboters in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle vor.
    Auch Großbritannien sieht in Russland den Urheber des Drohnen-Angriffs. (Hendrik Schmidt / dpa )
    London verurteile den "ungeheuerlichen und rücksichtslosen Angriff" mit einer Sprengstoffdrohne "auf das Schärfste", erklärte ein Sprecher des britischen Außenministeriums. Der Vorfall sei der jüngste in einem klaren Muster von Versuchen des russischen Staates, die gemeinsame Sicherheit Europas zu untergraben. Einbestellt wurde der russische Geschäftsträger. Die Bundesregierung hatte Russland am Dienstag für den versuchten Anschlag von Anfang August verantwortlich gemacht. Damals war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden.
    Deutschland kündigte daraufhin unter anderem die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin an.Mehrere EU-Staaten bestellten ebenfalls russische Diplomaten ein. Russland weist die Vorwürfe als absurd zurück.
    Diese Nachricht wurde am 03.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.