
Das entschied der Ständige Schiedshof in Den Haag. Unter dem britischen Premier Johnson hatten beide Länder eine Vereinbarung getroffen, wonach Großbritannien die Asylverfahren für irregulär eingereiste Asylsuchende auf ruandischem Boden durchführen wollte. Das ostafrikanische Land hätte in den ersten fünf Jahren im Gegenzug umgerechnet bis zu 584 Millionen Euro erhalten sollen, zuzüglich sechsstelliger Beträge für jeden überstellten Asylbewerber. Das Abkommen wurde 2024 vom damals neuen Premier Starmer verworfen. Ruanda betrachtete die Kündigung aus formalen Gründen als unwirksam und klagte auf umgerechnet 58 Millionen Euro Schadenersatz.
Tatsächlich wurden lediglich vier Personen auf freiwilliger Basis nach Ruanda gebracht; London zahlte 277 Millionen Euro an Kigali.
Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
