Ukraine-Krieg
Großbritannien stellt Millionen Pfund zur Aufklärung von russischen Kriegsverbrechen zur Verfügung

Großbritannien will die Aufklärung russischer Kriegsverbrechen in der Ukraine mit einer weiteren Millionensumme unterstützen.

    Man sieht Reihen von Särge aus einer hohen Drohnenspektive auf sandigem Boden.
    Särge von Opfern des Massakers in Butscha (Archivbild). (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Emilio Morenatti)
    Die Regierung in London stellte 4,5 Millionen Pfund in Aussicht. Das Geld soll unter anderem an die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft zur Dokumentation, Untersuchung und Strafverfolgung der Verbrechen gehen. Der britische Außenminister Lammy sagte, in der Ukraine seien entsetzliche Grausamkeiten verübt worden. Ohne Rechenschaft könne es keinen andauernden Frieden geben. Großbritannien hatte bereits in der Vergangenheit 6,2 Millionen Pfund für solche Aufklärung zur Verfügung gestellt.
    Die Ukraine und andere Staaten werfen dem russischen Militär unter anderem zahlreiche Tötungen von Kriegsgefangenen und die Entführung tausender ukrainischer Kinder aus den besetzten Gebieten vor. Russland wird zudem für das Massaker an Zivilisten in der Stadt Butscha im Jahr 2022 verantwortlich gemacht. Der Internationale Strafgerichtshof hat einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Putin erlassen.
    Diese Nachricht wurde am 29.12.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.