Kapitalmarktunion
Große EU-Länder einigen sich auf gemeinsame Position bei Finanzaufsicht

Die sechs größten Volkswirtschaften der EU haben sich auf eine gemeinsame Position zu einer stärkeren Vereinheitlichung der Finanzmärkte verständigt.

    Die fünf Minister stehen auf einer Terasse am Rande des Sees. Klingbeil und Giorgetti stehen vorne.
    Bild vom Treffen am Donnerstag: Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, spricht mit Roland Lescure (Frankreich), vor einem Treffen der Finanzminister aus den sechs wirtschaftsstärksten EU-Länder neben Giancarlo Giorgetti (Italien, dahinter l-r), Andrzej Domanski (Polen) Eelco Heinen (Niederlande), im Gästehaus Sandwerder der Deutschen Bundesbank am Wannsee. (dpa / Michael Kappeler)
    In einer Erklärung der Finanzminister von Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und den Niederlanden heißt es, stärker integrierte Kapitalmärkte seien entscheidend, um das Wachstumspotenzial Europas auszuschöpfen. Es sei auch ein Beleg für Handlungsfähigkeit in einem zunehmend schwierigen globalen Umfeld.
    Vor allem geht es in dem Papier um eine gemeinsame Positionierung zur Aufsicht über die Finanzmärkte. Bundesfinanzminister Klingbeil sagte, dies betreffe unter anderem die Kompetenzen der europäischen Aufsichtsbehörde im Kryptohandel. Die Länder hätten auch verabredet, wie sie innovative Finanztechnologien fördern wollen.
    Die sechs EU-Mitglieder wollen mit ihrem Papier die laufenden Verhandlungen in der EU zur Kapitalmarktunion beschleunigen. Zersplitterte Finanzmärkte gelten als Standortnachteil im Wettbewerb mit den USA und China.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.