
Der in den USA lebende Parteigründer Abhijeet Dipke kündigte an, er werde am Samstag nach Indien zurückkehren, um einen "friedlichen Protest" anzuführen. Seine Freunde und seine Familie hätten Angst, dass er direkt am Flughafen in Neu-Delhi verhaftet und ins Gefängnis gebracht werde, sagte Dipke. Er rief die Anhänger seiner "Kakerlaken"-Partei auf, ihn bei seiner Ankunft zu empfangen und zur Polizei zu begleiten, wo er eine Genehmigung für die Demonstration beantragen wolle.
Online-Hype um "Kakerlaken-Partei" in Indien
Die Online-Profile der "Kakerlaken"-Partei sind in Indien wiederholt gesperrt worden. Auf Instagram folgen ihr mehr als 22 Millionen Menschen. Das sind mehr als doppelt so viele Menschen wie bei der regierenden BJP (Bharatiya Janata Party).
Die "Cockroach Janta Party" (CJP) richtete Mitte Mai ihre Webseite und Social-Media-Kanäle ein und war zunächst als satirisches Projekt gedacht. Inzwischen machen Millionen junge Inder ihrem Frust Luft. Memes und Kurzvideos zu Korruption, Arbeitslosigkeit und politischer Dysfunktion kursieren auf Social Media.
Als Hintergrund gilt eine umstrittene Bemerkung des obersten Richters am Supreme Court, Surya Kant. Dieser beklagte in einer Anhörung, die indischen Institutionen würden von "Parasiten" angegriffen. Dabei verglich er junge Arbeitslose mit Kakerlaken. Kant erklärte später, seine Aussagen seien aus dem Kontext gerissen worden.
Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
