
Die Menschenrechtsorganisation ChinaAid teilte mit, inzwischen sei Jin Mingri in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien eingetroffen. Chinesischen Beamten zufolge erfolgte Jins Freilassung anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstags. US-Präsident Trump hatte Jins Verhaftung im Mai bei einem Treffen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi angesprochen.
Jin saß knapp neun Monate in Haft. Die Justiz wirft ihm "illegale Nutzung von Informationsnetzwerken" vor. Jin hatte 2007 in Peking die "Kirche von Zion" gegründet, die von den Behörden elf Jahre später aufgelöst wurde. Dennoch hält sie weiter Versammlungen in zahlreichen Städten, aber auch Gottesdienste per Videokonferenz ab.
Die chinesische Verfassung garantiert den Menschen in der Volksrepublik Religionsfreiheit, religiöse Aktivitäten werden aber streng überwacht.
Diese Nachricht wurde am 05.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
