Milliardengewinne von Ölkonzernen
Grüne bekräftigen Forderung nach Übergewinnsteuer

​Angesichts von Milliardengewinnen von Ölkonzernen als Folge des Iran-Krieges haben die Grünen ihre Forderung ‌nach einer ⁠Übergewinnsteuer bekräftigt.

    Das Foto zeigt den energiepolitischen Sprecher der Grünen, Michael Kellner.
    Angesichts hoher Mehreinnahmen für Öl-Konzerne fodert der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michael Kellner, die Einführung einer Übergewinnsteuer. (picture alliance / photothek / Thomas Trutschel)
    Die hohen Einnahmen seien inakzeptabel und führten zu einer unanständigen Situation, sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Kellner, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Milliardenbeträge sollten vom Staat mit einer Abgabe belegt werden. Dieses Geld könnte dann dazu verwendet werden, die Stromsteuer für alle zu senken, erklärte Kellner. Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Anstieg des Ölpreises führte bei etlichen Energiekonzernen zu erheblichen Mehreinnahmen. So steigerte etwa das ⁠französische Unternehmen "Total Energies" seinen Nettogewinn ‌im zweiten Quartal um 67 Prozent auf sechs Milliarden US-Dollar.
    Die Grünen hatten bereits im Juni einen Antrag zur Einführung einer Übergewinnsteuer in den Bundestag eingebracht. Mit ihrem Vorstoß scheiterten sie aber im ​Finanzausschuss des Bundestages, der das Vorhaben mit den Stimmen von Union, SPD ‌und AfD ablehnte.
    Diese Nachricht wurde am 28.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.