
Kanzler Merz stehe vor den Scherben seiner Haushaltspolitik, sagte er im Sender Phoenix hinsichtlich des gestern präsentierten Eckpunktepapiers für den Etat 2027 und die mittelfristige Finanzplanung. Vor der Bundestagswahl habe Merz keine neuen Schulden machen, keine Steuern erhöhen und beim Bürgergeld zweistellige Milliardenbeträge einsparen wollen. All das breche in sich zusammen. Merz’ ganzes Fantasiegebäude liege danieder. Hinzu komme, dass die versprochene Sanierung der Infrastruktur, für die auch die Grünen die Hand gereicht hätten, nicht vorankomme, kritisierte Audretsch. - Das Bundeskabinett plant mit rund 543 Milliarden Euro, davon allein 106 Milliarden Euro für den Bereich Verteidigung. Die Neuverschuldung steigt auf knapp 111 Milliarden Euro. Bundesfinanzminister Klingbeil sagte im ARD-Fernsehen, die Koalition wolle das Land schützen und modernisieren. Das koste Geld, was sich im Haushalt niederschlage.
Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
