Bundesparteitag in Hannover
Grüne beziehen Position zu Wehrdienst, Ukraine und Nahost

Auf ihrem Bundesparteitag in Hannover haben die Grünen bis in die Nacht über ihre Positionen im Nahostkonflikt und beim Wehrdienst debattiert.

    51. Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen am 29.11.2025 in der Messe Hannover: Die Delegierten stimmen ab, indem sie Zettel in die Höhe halten.
    Grünen-Parteitag in Hannover (picture alliance / dpa / Revierfoto)
    Die Delegierten beschlossen, sich für die verpflichtende Musterungen aller jungen Männer auszusprechen. Eine Wehrpflicht lehnen sie aber ab. Zugleich sollen Wehrdienst und Zivilschutz attraktiver werden. An dem Beschluss gab es aber auch Kritik. Der Vorsitzende der Grünen Jugend, Bobga, nannte eine verpflichtende Musterung einen ersten Schritt hin zu einer Wehrpflicht durch die Hintertür.
    In einem in der Nacht beschlossenen Leitantrag zur Nahostpolitik betont die Partei unter anderem das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung. Die Delegierten sprachen sich aber gegen eine sofortige Anerkennung Palästinas als Staat aus. Die Bundesvorsitzende Brantner betonte, das Existenzrecht Israels sei für die Grünen nicht verhandelbar. Die Partei sprach sich außerdem für eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine aus.
    Diese Nachricht wurde am 30.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.