Drohnen-Vorfall in Leipzig
Grüne: Nationaler Sicherheitsrat soll tagen

Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle fordern die Grünen im Bundestag Beratungen des Nationalen Sicherheitsrates.

    Ein Kriminaltechniker geht auf dem Flughafen Leipzig/Halle neben einem Sprengroboter, um die Drohne zu entschärfen.
    Ein Kriminaltechniker geht auf dem Flughafen Leipzig/Halle neben einem Sprengroboter, um die Drohne zu entschärfen. (picture alliance/dpa / Hendrik Schmidt)
    Fraktionschefin Dröge sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Gremium müsse umgehend tagen, um die Lage und notwendige Konsequenzen zu erörtern. In einer solch ernsten Situation dürften auch Bundeskanzler Merz und Verteidigungsminister Pistorius nicht fehlen. Innenminister Dobrindt hatte von einem hybriden Anschlagsszenario und einer neuen Gefahrenqualität gesprochen. Die SPD-Innenpolitikerin Eichwede forderte im Deutschlandfunk Ermittlungen in alle Richtungen. Zuständig dafür sind die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das sächsische Landeskriminalamt. Auch das im LKA ansässige Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum ist beteiligt. Die Drohne war in der Nacht zu gestern vom Flughafenpersonal entdeckt worden. Bei einem weiteren Vorfall war in der Nähe des Standorts Leipzig/Halle eine Frachtmaschine mit einem - wie es hieß - "unbekannten Flugobjekt" zusammengetoßen und leicht beschädigt
    worden. Leipzig/Halle ist ein Drehkreuz auch für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland. ⁠
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.